Wenn Floskeln gefährlich werden
Die Lange Nacht der Demokratie war in diesem Jahr schon am Tag bei uns zu Gast: Mit dem Theaterstück „Ich bin kein Nazi, aber …“ bekamen unsere Schülerinnen und Schüler einen eindringlichen Einblick, wie Hetze funktioniert – und wie man ihr widerspricht.
Floskeln mit Hintergedanken
„Das wird man doch noch sagen dürfen!“ oder „Ich bin kein Nazi, aber …“: Mit solchen Sätzen versuchen Rechtspopulisten, ihre antidemokratische Haltung zu verschleiern. Sie klingen harmlos, sind es aber nicht.
„Das wird man doch noch sagen dürfen!“
Eine der Floskeln, die im Stück auseinandergenommen werden
Wenn aus Worten Taten werden
Wie verheerend sich Hetze und Verleumdung auswirken können, zeigen der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke und der Terroranschlag auf die Synagoge in Halle, bei dem es nur durch großes Glück nicht noch mehr Todesopfer gab.
Nachplappern ist nicht harmlos
Oft ist Jugendlichen – und leider auch Erwachsenen – nicht bewusst, dass sie rechten Rattenfängern auf den Leim gehen, wenn sie deren vermeintliche „Wahrheiten“ nachplappern. So gerät das ethische Koordinatensystem durcheinander und verroht: Sich jemanden öffentlich in sozialen Medien tot zu wünschen oder solche Beiträge zu liken, gilt schnell als „Meinungsäußerung“. Tatsächlich kann es eine schwere Straftat sein.
Fakten statt Parolen
Das Stück greift die gängigen „Argumente“ von Rechtspopulisten auf, entlarvt ihren menschenfeindlichen Kern und stellt ihnen nachprüfbare Fakten und demokratische Prinzipien entgegen.


Demokratie lebt davon, dass wir hinschauen, nachfragen und widersprechen. Ein herzliches Dankeschön an die Schauspieler und an alle, die diesen Besuch an unserer Schule möglich gemacht haben!
